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Systemische Kurzzeitherapie - Familientherapie und Beratung

Ein kurzer Überblick:
Die systemische Therapie ist aus der Familientherapie hervorgegangen.
Aufbauend auf die Systhemtheorie und die Familienforschung seit den 50er Jahren (Ackermann, Bateson, Watzlawick) sowie Erikson, Lankton, Schmidt (Hypnotherapie) haben mehrere Richtungen die heutige systemische Therapie beeinflußt:
  • Salvador Minuchin (Strukturelle Familientherapie)
  • Jay Haley (Strategische Familientherapie)
  • Virginia Satir (Wachstumsorientierte Familientherapie)
  • M.Selvini Palazzoli und Team / Boscolo und Cecchin (Systemischer Ansatz)
  • Einflüsse verschiedener Richtungen spiegeln sich in der heutigen Theorie und Praxis systemischer Arbeit wider: Die o.g. Systhemtherapien wirkten sich auch auf andere bekannte Ansätze aus, die - wie die Systemtherapie selbst - weiter in der Entwicklung sind und wurden von diesen beeinflußt:
  • Bandler, Grinder, Dilts (Neurolinguistisches Programmieren - NLP)
  • de Shazer, Berg (Lösungsorientierte Kurzzeitherapie)
Systemische Therapie und Beratung bezieht sich heute nicht mehr nur auf Familien, sondern arbeitet ebenso mit anderen denkbaren Konstellationen, in denen Menschen in Beziehung zueinander stehen: Paare*, Teams, Firmen, und auch auf Einzelpersonen. (*selbstverständlich auch schwule und lesbische Paare!)
Einzelterapie ist nach heutiger Sicht und Erfahrung möglich durch die "Feedback-Schleifen", die über eine andere Umgehensweise mit sich selbst auch zur Verhaltensveränderung der anderen Mitglieder des Systems (Familie, Partnerschaft, Team) führen (Beziehungsorientierung, Zirkularität).

In der systemischen Therapie und Beratung wird darauf hingearbeitet, daß die Betroffenen (wieder) Informationen (über sich und ihre Sichtweisen, Verhaltensgründe und -ziele) austauschen können und auf diese Weise bisherige, blockierende und trennende Faktoren überwunden werden (Musterunterbrechung). und ein gegenseitiges Verständnis möglich wird. Dann sind neue Verhaltensweisen und Wege möglich, die nicht notwendigerweise und immer aufeinander zu führen, im Falle getrennter Entwicklungen jedoch das Wohlergehen und die Möglichkeiten (Ressourcen) der Beteiligten im Auge haben.
Arbeitstechniken sind z.B.:
  • Die Skulptur: Der oder die Betroffenen begeben sich in Körperstellungen (zueinander), die sie mit den Problemsituationen assoziieren und aktualisieren so die damit verbundenen Gefühle; daran wird dann gearbeitet.
  • Das Genogramm: Eine grafische Methode, um die Familienstruktur und -geschichte zu visualisieren und zu besprechen und auf diese Weise Informationen zu erzeugen.
  • Die Time-Line: Der/die Betroffene bewegt sich entlang einer gedachten Linie mit den bisherigen und projizierten künftigen Stationen seines/ ihres Lebens und durchlebt vergangene, aktuelle und bevorstehende Situationen.
  • Zirkuläres Fragen: Eine therapeutische Technik, die nach Vermutungen über die Meinungen, Einstellungen, Werte usw. der je anderen Beteiligten fragt; diese können dann dazu Stellung nehmen.
  • Interventionen: Verschiedene Möglichkeiten von Einwänden, Bemerkungen, Aufgaben, Verhaltensweisen etc., mit denen Therapeut/in oder Berater/in dem Prozeß eine neue Richtung gibt, blockierende Verhaltensmuster unterbricht oder den beschrittenen Weg stabilisiert.
  • Beispiele: Konnotationen (Anmerkungen), die den / die Klientin "aus dem Tritt" bringen, verwirren; dies kann, richtig eingesetzt, zu neuen Sichtweisen eines Problems führen. Eine gebräuchliche Weise der Konnotation ist das "Refraiming": Je nach dem Bezugsrahmen ist z.B. ein Glas Wasser schon halb leer oder noch halb voll!
  • Splitting Team: Ein Teil des Therapeutenteams, das ggf. den Prozeß von außen beobachtet hat, diskutiert mit dem involvierten Teil die Arbeit.

Terminvereinbarungen und weitere Informationen bitte unter Tel: 030 - 499 14 672


Ansprechpartner: Daniela Welke oder Margarita Bernal


 
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