Familientherapie als Hilfe im Kontext von pädagogischen Leistungen
( § 27 SGB VIII, Leistungstyp 4)
Familientherapie stellt ein Diagnostik-, Clearing- und Beratungsangebot für Familien in latenten, akuten und chronischen Krisensituationen dar.
Mit Hilfe systemischer Methoden werden die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten der einzelnen Familienmitglieder sowie die Qualität der familiären Interaktion eingeschätzt. Ausgehend von Ist-Zustand d.h. der aktuellen und konkreten Lebenssituation werden Handlungs- und Verhaltensstrategien erarbeitet, die das Miteinander verändern und erleichtern sollen. Die Familie gewinnt durch die therapeutische Arbeit die Möglichkeit sich einander (neu)anzunähern und Verletzungen, Verhärtungen und destruktive Verhaltensweisen zu bearbeiten. Das Ziel ist es gemeinsam eine Grundlage für ein wertschätzendes und konstruktives Zusammenleben zu erarbeiten.
§ 35 KJHG / SGB VIII
Das Angebot der intensiven sozialpädagogischen Einzelbetreuung bzw. des betreuten Einzelwohnens für Jugendliche, richtet sich an junge Menschen im Alter von 14 bis 21 Jahren.
lara.berlin mietet gegebenenfalls für die Jugendlichen Wohnungen an und betreut im eigenen Wohnraum, im besonderen Betreuungsumfang, mit individuellen Betreuungsschwerpunkten den Jugendlichen.
Ein zentrales Thema in der Betreuung ist im Bereich Wohnen die Verselbstständigung, Unterstützung und Anleitung in lebenspraktischen Angelegenheiten, wie Ernährung und Haushaltsführung, sowie das gemeinsame erarbeiten eines Finanzplans.
Darüberhinaus wird der junge Mensch in sozialen Kontexten unterstützt. Die kann bedeuten dem Jugendlichen zur Seite zu stehen bei Konflikten mit Gleichaltrigen, bei familiären Ablösungs- und Annäherungsprozessen, aber auch ganz allgemein in der Erarbeitung eines altersangemessenen Selbstwertes zum angemessenen Umgang mit seinem nächsten Umfeld.
Besonders im Hinblick auf Ausbildung und Arbeit gilt es mit dem jungen Menschen an dessen Perspektive zu arbeiten und bei der Suche zu unterstützen. Probleme, wie schuldistanziertes Verhalten, Rückzug, Orientierungslosigkeit gilt es gemeinsam zu verstehen und zu verändern, damit der Übergang in Ausbildung und Arbeit ermöglicht werden kann.
§§ 30,31 KJHG / SGB VIII
Sozialpädagogische Familienhilfe ist eine Hilfe zur Selbsthilfe für Familien. Ziel ist es die Familien bei der Erfüllung ihrer Erziehungs- aufgabe zu unterstützen. Hierbei kann die Überwindung von Alltagsproblemen, Unterstützung bei Krisen und Konflikten, aber auch ganz pragmatisch, die Begleitung bei Ämtergängen ein Thema sein. Die Unterstützung kann zeitlich kurz zur Aktivierung, aber auch langfristig zur Begleitung der Familie eingesetzt werden. Die Voraussetzung für die Zusammenarbeit ist die aktive Kooperation und Motivation der Familie zur Mitwirkung.
Ziel der Hilfe ist es die Familie bei der Wahrnehmung und Nutzung ihrer eigentlich vorhandenen Ressourcen zu unterstützen. Auch das konkrete Erarbeiten von Verhaltensstrategien für neue Handlungskompetenzen, um das familiäre Zusammenleben konfliktärmer zu gestalten, kann ein Inhalt der Hilfe sein. Die genaue Ausgestaltung der Familienhilfe, d.h. die Ziele und Inhalte werden im gemeinsamen Gespräch individuell und maßgeschneidert für die Probleme der Familie vereinbart. Hierbei sind alle Beteiligten, das Jugendamt, die Eltern, die Kinder und Jugendlichen, sowie die HelferInnen gleichberechtigte Partner.
§ 29 KJHG / SGB VIII
Soziale Gruppenarbeit richtet sich bei lara.berlin speziell an Mädchen im Alter von 8 bis 16 Jahren. Es bestehen seit einigen Jahren zwei feste Gruppen, die sich jeweils zwei Mal pro Woche an Nachmittagen in den Räumen des Trägers treffen. Betreut werden die Mädchen von zwei Gruppenpädagoginnen, die im engen Austausch mit den Mädchen, der Familie, der Schule und anderen Hilfebeteiligten (Psychotherapeuten, KJGD, KJPD) stehen.
Die Gruppe besteht jeweils aus 6-8 Mädchen einer Altersstufe, die durch ihr Verhalten in der Schule, in der Familie oder in ihrem sozialen Umfeld in Konflikte geraten.
Die Gruppenpädagoginnen arbeiten mit den Mädchen an allgemeinen Themen des sozialen Miteinanders (Kommunikation, Umgang mit Konflikten, Umgang mit Gleichaltrigen oder Erwachsenen) aber auch an spezifischen und individuellen Themen, die in gemeinsamen Gesprächen gefunden und als Entwicklungsziele festgelegt werden. Die Bearbeitung der verschiedenen Themenbereiche erfolgt durch Spiele, Übungen, Projektarbeit und durch Gruppen- und Einzelgespräche.
Arbeitsschwerpunkte:
- Vermittlung und Erweiterung sozialer Kompetenz
- trainieren erfolgreicher Verhaltensstrategien
- Erlernen konstruktiven Konfliktverhaltens
- Erzeugung gegenseitiger Akzeptenz unter den Gruppenmitgliedern
- Begleitung und Beratung bei alltäglichen / familiären Konflikten
- Förderung eines gesunden Selbstwertgefühls
- Förderung reflektiver Selbst- und Fremdwahrnehmung
- Unterstützung bei der Integration in die Gesellschaft
- Aufbau gelingender sozialer Beziehungen
- Erlernen von Planungs-, Entscheidungs- und Handlungskompetenz
Terminvereinbarungen und weitere Infos bitte unter der Rufnummer 030 - 499 14 672.
Ansprechpartner: Daniela Welke oder Margarita Bernal
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